Wenn die Haut in den Herbst zieht

Wenn die Haut in den Herbst zieht

 

Wenn die Haut in den Herbst zieht

Ja, es ist leider wahr. Der Spätsommer verabschiedet sich! Längst werden die Tage kürzer und kürzer, die Temperaturen sinken. Und plötzlich merkt jeder von uns den Wechsel der Jahreszeit an der eigenen Haut. Wo im August (und zum Glück auch im September) noch Sonne und warme Luft für einen frischen Teint sorgten, zeigt sich ab jetzt ein anderes Bild. Das Gewebe – vor allem im Gesicht – spannt schneller, es wirkt trockener. Vor allem verlangt es nach einer anderen Pflege. Aber warum ist das eigentlich so? Und was können wir dagegen tun? Wir vom 48grams-Blog-Team haben die Antworten.

Haut als Spiegel der Jahreszeiten

Zum Anfang mal ein bisschen Gesundheitsschule – sorry: Aber unsere Haut ist mehr als nur eine Hülle. Sie ist unser größtes Organ – und ein hochsensibles noch dazu. Nirgends sonst reagiert der Körper so schnell und stark auf veränderte Umweltbedingungen. Im Sommer wird die Talgproduktion hochgefahren – die Haut schützt uns dann vor Verdunstung. Außerdem – natürlich – sind wir viel draußen; d. h. es wird Vitamin D „getankt“. Sehr gut! Auch für die Laune. Doch mit dem Wechsel in den Herbst … Es wird kühler und windiger, drinnen laufen die Heizungen hoch. Beides entzieht Feuchtigkeit. Zudem entsteht weniger Vitamin D im Körper – und das lässt uns doch etwas fahler wirken.

Trockenheit wird ein Dauerthema

Wir in der Blog-Redaktion nennen es das „Brrrr-Phänomen”: Kalte Luft kann schlichtweg weniger Feuchtigkeit speichern. Das bedeutet, dass die Haut auch weniger von außen versorgt wird und damit schneller spannt. Kommt dann noch trockene Heizungsluft hinzu, leidet die wichtige Schutzbarriere. Sie wird dünner, verletzlicher und reagiert oft genug gereizt. Wer das noch immer nicht glauben möchte: Unzählige Studien haben mittlerweile belegt, dass die sogenannte Hornschicht der Haut im Winter messbar weniger Wasser enthält. Was wir vielleicht als subjektiv „trocknere Haut“ wahrnehmen, ist tatsächlich eine bestens messbare Veränderung.

Mehr Schutz, weniger Leichtigkeit

Kommen wir mal zu den praktischen Tipps: Im Sommer brauchen wir leichte Fluids und Seren – also Produkte, die kaum spürbar sind. Doch ab jetzt reicht diese Art der Pflege nicht mehr aus. Die Haut verlangt nach anderen Formulierungen. Sie sollen nicht nur Feuchtigkeit spenden, sie müssen diese auch in der Haut speichern. Dieser Punkt darf keinesfalls unterschätzt werden. Reichhaltige Cremes mit (natürlichen!!!) Lipiden, Ölen oder gerne auch Sheabutter helfen, die wichtige Barrierefunktion zu stabilisieren. Unser Tipp: Ab jetzt muss die Routine behutsam geändert werden. Bitte nicht gleich alle leichten Produkte weglassen; sie sollten eher durch schützende Komponenten ergänzt werden. So bleibt auch der Feuchtigkeitshaushalt im Gleichgewicht. Ideal für die Saison: die Skin Repair Crème oder die Day ’N Night-Crème.

Wirkstoffe mit Doppelwirkung

Gerade in der dunkler werdenden Jahreszeit spielen hochwirksame Inhaltsstoffe (Retinol oder EGF) ihre Stärken besonders aus. Retinol unterstützt die Zellerneuerung und verfeinert das Hautbild. Und da die Sonne nun schwächer ist, sinkt das Risiko einer Retinol-bedingten Überempfindlichkeit gegen Licht. EGF im NeoCell Bio Serum stimuliert die Hautregeneration von innen heraus und wirkt auch dem Verlust von Feuchtigkeit entgegen. Last but not least: Antioxidantien im Booster Serum sind jetzt noch wichtiger. Wer unseren Blog immer wieder liest, weiß: Sie schützen die Haut vor freien Radikalen, die (u. a.) durch Temperaturschwankungen entstehen.

Kleine Veränderungen, große Wirkung

Übrigens sind es längst nicht nur die Pflegeprodukte, die beeinflussen, wie gut die Haut den Wechsel von Sommer zu Herbst verkraftet. Wer häufig und gerne heiß duscht, entzieht dem Gewebe zusätzlich Fette und Feuchtigkeit. Besser ist also, lauwarm zu duschen und danach eine reichhaltige Creme aufzutragen bzw. eine Bodylotion für den ganzen Körper. Und nicht zuletzt spielt Ernährung eine herausragende Rolle. Allein schon die Omega-3-Fettsäuren aus Nüssen oder Fisch versorgen die Haut von innen.

Was die Haut uns sagen will

Wir wollen nicht schulmeisterlich klingen; unser Blog hat keinen Lehrauftrag. Aber er verfolgt den klaren Wunsch, Tipps und Tricks zu geben. Oder anders: Wir wollen gerne unser Wissen vermitteln. Daher lautet unser Grundsatz: Haut ist Kommunikation. Wenn sie spannt, juckt oder gar rissig wird … dann ist das ein Signal. Diese Zeichen sollte frau (aber auch man) ernst nehmen und die Routine entsprechend anpassen. Das ist dann kein Luxus, das ist Selbstfürsorge. Denn gerade in der dunklen Jahreszeit haben viele von uns mit Müdigkeit und Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Da ist eine durchdachte Hautpflege auch ein schönes Ritual. Ein Ritual, das außen schützt und innen für etwas Balance sorgt.