Können Falten lachen? Der kleine Ratgeber gegen „Krähenfüße”

Können Falten lachen? Der kleine Ratgeber gegen „Krähenfüße”

Die Frage war wirklich süß. „Was bitteschön sind Krähenfüße?” Die 12-jährige Tochter unserer Kollegin Laura hatte wieder zu viel Zeit in ihren Social-Media-Kanälen verbracht und hörte dort mehrfach diesen Begriff, der ihr nicht erklärbar schien. „Krähen” und „Füße” – das könne doch bitteschön nichts mit dem Gesicht zu tun haben. Wir dachten: Das ist doch mal ein schöner Aufhänger für ein Erklärstück rund um eine Thematik, die uns Frauen alle irgendwann beschäftigt.

 

Dünne Haut, größere Probleme

Nun also, für Töchter und Betroffene, die genaue Definition gleich zu Beginn: Krähenfüße sind feine Linien, die sich mit zunehmendem Alter rund um die Augen bilden. Diese Falten entstehen durch die wiederholte Bewegung der Augenmuskulatur. Jedes Blinzeln, Lachen und Zusammenkneifen der Augen hinterlässt im Laufe der Zeit Spuren auf dieser so empfindlichen Hautpartie. Denn dort ist die Struktur besonders dünn und weist wenige Lipid-Depots auf. Übrigens: Der schönere Ausdruck für Krähenfüße lautet Lachfalten! Und wir denken jetzt alle: Können Falten lachen?

 

Ein schleichender, unvermeidlicher Prozess

Nachdem jetzt klar ist, wo diese Fältchen herkommen, ist es wichtig zu wissen, warum sie genau entstehen: Der Alterungsprozess der Haut beginnt nämlich schon ab Mitte 20. Das Gewebe verliert an Elastizität und Feuchtigkeit. Der Grund ist die abnehmende Produktion von Kollagen und Hyaluronsäure. Das ist ein schleichender Prozess, aber leider unvermeidlich. Immerhin: Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Aber: Interessanterweise werden Krähenfüße bei Männern oft als Zeichen von Charakter und Lebenserfahrung wahrgenommen, während sie bei Frauen oft negativ bewertet werden. Das ist unfair!

 

Vorbeugung und Behandlung

Zur Vorbeugung und Behandlung gibt es glücklicherweise zahlreiche Maßnahmen. Ein wesentlicher Schlüssel zur Prävention ist die richtige Hautpflege und ein gesunder Lebensstil. Hyaluronsäure ist ein wirksames Mittel in der Anti-Aging-Pflege. Sie hilft, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und von innen aufzupolstern. Produkte mit Mikro-Hyaluron (Oligo-Hyaluron genannt) können tiefer in die Haut eindringen und dort Wasser binden. Augenpads, die Hyaluron enthalten, bieten eine zusätzliche kühlende und pflegende Wirkung.

 

Vitamin C und UV-Schutz

UV-Schutz ist zudem entscheidend. UV-Strahlen beschleunigen die Hautalterung erheblich. Eine Sonnencreme mit UVA- und UVB-Schutz sollte daher täglich aufgetragen werden. Das bewahrt das Gewebe vor schädlichen Einflüssen. Vitamin C ist ein starkes Antioxidans, das die Haut vor freien Radikalen schützt - die durch Stress, Rauchen, Alkohol und UV-Strahlung entstehen. Es fördert zudem die Kollagenproduktion und kann so die Hautelastizität verbessern.

 

Ein gesunder Lebensstil ist Prävention

Auch wenn wir hier keinesfalls als Moralapostelinnen auftreten wollen: Ein gesunder Lebensstil spiegelt sich in unserer Haut wider. Ausreichend Schlaf, viel Wasser trinken, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind essenziell. Der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholgenuss zahlt sich auch bestens aus. Einfache Hausmittel können dann helfen, Krähenfüße zu mildern. Masken aus Quark oder Avocado spenden Feuchtigkeit und Nährstoffe. Gurkenscheiben aus dem Kühlschrank bieten eine kühlende Wirkung und versorgen die Haut mit Feuchtigkeit. Aloe Vera ist ein weiteres natürliches Mittel, das durch seine beruhigenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften überzeugt.

 

Die Möglichkeiten der Medizin

Für schnellere und (noch) sichtbarere Ergebnisse stehen verschiedene medizinische Behandlungen zur Verfügung. Hyaluron-Injektionen sind eine effektive Methode, die die Haut von innen aufpolstern. Das Gel wird ja auch in die betroffenen Bereiche gespritzt. Die Wirkung ist fast sofort erkennbar und hält etwa sechs Monate an. Microneedling ist eine weitere Option. Dabei wird die Haut mit einer kleinen Nadel-Walze behandelt. Diese Prozedur stimuliert die Kollagen- und Elastinproduktion und stimuliert so die natürliche Straffung der Haut. Last but not least: Botox ist ein altbewährtes Mittel gegen Falten. Das beliebte Nervengift wird direkt in den Muskel gespritzt. Die Wirkung hält etwa fünf bis sechs Monate an. Aber Vorsicht: Die natürliche Mimik kann nachhaltig beeinträchtigt werden.

 

Technik, die begeistert

Jetzt aber auch noch ein bisschen Science, die gar keine Fiction mehr ist: Neue Forschungen betonen die Bedeutung von modernen Anti-Aging-Technologien wie der photobiomodulierten LED-Therapie. Klingt kompliziert. Ist es auch – aber anscheinend auch hilfreich. Diese Methode fördert die Hautregeneration und kann die Tiefe von Krähenfüßen reduzieren. Solche innovativen Ansätze bieten zusätzliche Möglichkeiten, die Zeichen der Hautalterung zu behandeln und zu mildern.

 

Können Falten lachen?

Zum Schluss noch mal zurück zur Frage: Können Falten lachen? Naja… wenn wir sie lassen, dann lachen sie uns aus. Wenn wir etwas gegen sie unternehmen, dann lachen wir über sie. Und das ist doch mal ein schöner Gedanke.